| Datum | Samstag, 06.10.12 - 14:00 Uhr |
| Ort / Zuschauer | |
| Schiedsrichter |
Unterschiedlicher konnten die Wetterverhältnisse kaum sein. Während die westfälische Heimat am Samstag im Regen ertrank, gastierte der SC Preußen 06 e.V. Münster beim 1. FC Saarbrücken und durfte bei perfekten äußeren Bedingungen antreten, um die Tabellenführung zu verteidigen. Bei knapp 20 Grad und Sonnenschein war im Ludwigsparkstadion alles für ein tolles Fußballspiel angerichtet. Am Ende stand nach einem schwachen Drittligaspiel ein torloses Remis auf der Anzeigetafel und weil auch Unterhaching parallel in Karlsruhe über ein 0:0 nicht hinauskommen konnte, grüßen die Adlerträger in der 3. Liga weiter von Platz 1.
Die Preußen starteten vor 4227 Zuschauern wie erwartet mit nur einer Änderung in der Innenverteidigung. Für den wieder genesenen Stefen Kühne rückte Simon Scherder zurück auf die Ersatzbank. Davon abgesehen schickte Pavel Dotchev jene Elf auf den Rasen, die am vergangenen Spieltag mit 1:0 über die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund die Oberhand behielt – mit Mathew Taylor und Dimitrij Nazarov im Angriff des gewohnten 4-4-2-Systems.
Münster findet erst verspätet ins Spiel
Die erste gefährliche Szene im Spiel konnten die Saarländer für sich verbuchen. Marius Laux setzte sich über die linke Seite durch, flankte in den Strafraum auf den völlig freistehenden Marcel Ziemer, der den Ball direkt abnahm und über das von Daniel Masuch gehütete Preußentor zirkelte (4.). Münster brauchte eine gute Viertelstunde, um die erste Chance für sich verbuchen zu können. Ein Schuss von Fabian Hergesell strich aus 18 Metern aber zwei Meter halbhoch am Tor von Michael Müller vorbei. Wenige Minuten später wurde Taylor im Strafraum der Saarbrücker gelegt, Schiedsrichter René Rohde aus Rostock verweigerte aber den Strafstoß (21.).
Bis zum Ende der ersten Hälfte war es das dann aber aus Sicht der Preußen mit guten Möglichkeiten. Lediglich Dennis Grote hatte nach schönem Zuspiel von Taylor aus 16 Metern noch eine gute Einschussmöglichkeit, zielte aber einige Meter zu hoch (30.). Die Saarländer konnten ihrerseits Chancen von Ziemer (25.), Lukas Köhler (32.) und Marius Laux (34.) nicht verwerten. Und so ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Kabine zum Pausentee.
Doch auch die zweite Halbzeit brachte zunächst nur wenig Erwähnenswertes, ehe nach knapp einer Stunde ein scharfer Schuss von Taylor vom gut reagierenden Keeper der Saarbrücker zur Ecke geklärt wurde. Dotchev reagierte und brachte für den blassen Nazarov den am vergangenen Wochenende erfolgreichen Marco Königs. Und tatsächlich gelang es Münster nun, mehr Kontrolle über das Spiel zu gewinnen. Lichterloh brannte es im Strafraum der Heimelf, als Amaury Bischoff sich mal ein Herz fasste, von der Eckfahne kommend nacheinander zwei Gegenspieler alt aussehen ließ und klug aus dem Fünfmeterraum auf den heranrauschenden Jens Truckenbrod zurücklegte. Der Mittelfeldakteur fand aus 18 Metern in Müller aber seinen Meister (69.).
Zwei Großchancen kurz vor Schluss
Zehn Minuten vor dem Ende dann die vielleicht größte Torchance für die Preußen: nach einem Freistoß von Bischoff schraubte sich der mit in den Strafraum geeilte Patrick Kirsch in die Luft, doch sein Kopfball wurde mit einer spektakulären Flugeinlage von Müller aus dem Winkel gefischt. Und auch der "Lucky Punch" kurz vor Schluss misslang. Ein tolles Zuspiel von Siegert in den Rücken der Abwehr setzte Grote aus 14 Metern völlig unbedrängt weit über den Kasten der Saarläder (87.). Und so blieb es am Ende bei einem torlosen Unentschieden.
Am kommenden Wochenende gastieren die Preußen im Westfalenpokal in der Mondpalast-Arena in Wanne-Eickel, eine Woche später steht das nächste Heimspiel gegen die Offenbacher Kickers auf den Plan.
| 1 | Karlsruher SC | 79 |
| 2 | Arminia Bielefeld | 76 |
| 3 | VfL Osnabrück | 73 |
| 4 | SC Preußen 06 e.V. Münster | 72 |
| 5 | 1. FC Heidenheim | 72 |
| 6 | Chemnitzer FC | 55 |