Mit dem Schlusspfiff war die Erleichterung im weiten Rund des Preußenstadions deutlich zu spüren. Mit 1:0 gewann die Mannschaft von Trainer Pavel Dotchev das Nachholspiel in der dritten Liga gegen den FC Carl Zeiss Jena. Dotchev konnte den ersten Heimsieg seit seinem Amtsantritt Ende Januar bejubeln. „Ich bin sehr froh über diesen Sieg. Das war ein erster Schritt. Jetzt müssen wir in Regensburg nachlegen“, richtete Dotchev den Blick bereits auf die nächste Partie.
Die Preußen begannen neu formiert im 4-2-3-1-System. Stefan Kühne rückte vor die Abwehr, Fabian Hergesell dafür in die Innenverteidigung. Patrick Huckle spielte zum ersten Mal in diesem Jahr von Beginn an auf der linken Verteidigerposition. Die offensive Dreierreihe bildeten Björn Kluft, Massimo Ornatelli und Joe Vunguidica. Marco Königs lief als zentrale Spitze auf. Und diese Umstellungen sollten ihre Wirkung nicht verfehlen. Von Beginn an erspielten sich die Adlerträger ein deutliches Übergewicht und kamen zu ersten Gelegenheiten durch Björn Kluft, der von rechts nach innen ziehend zum Abschluss kam (11./16.).
Angetrieben von den zweikampfstarken Kühne und Truckenbrod kontrollierten die Preußen die Partie. Truckenbrod war es auch, der in der 20. Spielminute mit einem Traumpass in die Schnittstelle der Jenaer Abwehr Kluft auf die Reise schickte. Dieser behielt im Eins-gegen-Eins-Duell mit Carl Zeiss-Torhüter Timo Berbig die Nerven und versenkte den Ball zum verdienten 1:0 (21.).
Preußen setzen nach
Trainer Pavel Dotchev, der seine Truppe immer wieder engagiert von der Seitenlinie anfeuerte, hatte vor dem Spiel angekündigt, seine Mannschaft werde im Falle einer Führung auf das nächste Tor gehen. Und das beherzigten die Spieler - durch engagierte Aktionen kamen die Preußen zu weiteren Torchancen. Ornatelli verfehlte mit einem Weitschuss knapp das Tor (30.), Vunguidica scheiterte nach Vorarbeit von Königs an Berbig (33.). Nur einmal kamen die Gäste gefährlich vor das Tor von Daniel Masuch. Nach einem auf den ersten Pfosten gezogenen Eckball, kam Ralf Schmidt per Direktabnahme zum Abschluss, traf aber nur das Außennetz.
Zu Beginn der zweiten Hälfte lauerten die Preußen zunächst auf Kontermöglichkeiten, um nach gut 60 Minuten wieder aktiver nach vorne zu spielen. Und sofort ergaben sich wieder Torchancen für die Adlerträger. Zunächst war es Rechtsverteidiger Marco Riemer, der nach einem Ornatelli-Freistoß per Kopfball an Berbig scheiterte (65.). Nur eine Minute später kam der eingewechselte Radovan Vujanovic nach gutem Zuspiel von Kluft zu spät zum Abschluss.
Enge Schlussphase
In der Schlussphase wurde es für die Preußen noch mal eng. Daniel Masuch musste in der 86. Minute gegen Alban Ramaj retten – im Gegenzug vergab Vunguidica die Möglichkeit zur Entscheidung. Angetrieben von den 5653 Zuschauern im Stadion brachten die Adlerträger den knappen Vorsprung über die Zeit und feierten einen eminent wichtigen Sieg im Kampf gegen den Abstieg. „Dieser Erfolg war unbedingt notwendig. Ich bin sehr glücklich, dass es mit dem Dreier geklappt hat“, empfand Kapitän Stefan Kühne nach dem Abpfiff. Daniel Masuch war nach dem Spiel hochzufrieden mit der Einstellung der Mannschaft. „Jetzt können wir mit Selbstvertrauen nach Regensburg fahren“, war der Schlussmann direkt auf das nächste Spiel fokussiert – genau wie sein Trainer.
Preußen: Masuch - Riemer, Halet, Hergesell, Huckle - Truckenbrod, Kühne (78. Bourgault) - Kluft (88. Siegert), Ornatelli, Vunguidica - Königs (65. Vujanovic)
Tor: 1:0 Kluft (21.)
Zuschauer: 5653
| 1 | Karlsruher SC | 79 |
| 2 | Arminia Bielefeld | 76 |
| 3 | VfL Osnabrück | 73 |
| 4 | SC Preußen 06 e.V. Münster | 72 |
| 5 | 1. FC Heidenheim | 72 |
| 6 | Chemnitzer FC | 55 |