Foto: Neuzugang und Torjäger Marco Königs bewieß sein Können schon in seinem ersten Spiel und traf für die Adlerträger. (Foto: Sebastian Sanders) 
3. Februar 2012 - 22:15 - 1.Mannschaft

Adlerträger unter Pavel Dotchev eiskalt und mit Auswärtsdreier

Im verschneiten Karl-Liebknecht-Stadion gastierte der SC Preußen 06 e.V. Münster am 24. Spieltag beim SV Babelsberg 03. Dabei fuhren die Adlerträger vor 1549 Zuschauern mit einem 2:0 (2:0) den ersten Auswärtssieg seit dem Spiel beim FC Carl Zeiss Jena ein, welches schon ein halbes Jahr her ist. Somit führte Pavel Dotchev bei seinem Debüt in Babelsberg zum ersten Mal erfolgreich Regie und feierte bei seiner Premiere einen ersehnten Auswärtssieg. Für die Münsteraner waren Jens Truckenbrod und Neuzugang Marco Königs erfolgreich und sorgten für den 2:0-Endstand. „Das heute war nur ein Anfang. Gedanklich bin ich schon beim nächsten Spiel, denn gegen Bremen müssen wir diese gute Leistung wiederholen“, gab sich Cheftrainer Pavel Dotchev nach seinem ersten Spiel als Coach sichtlich zufrieden und erleichtert.

Dotchev stellte seine Adlerträger in seinem ersten Spiel um und begann mit einer etwas veränderten Startaufstellung und einem 4-4-2-System. Im Tor spielte wie immer Daniel Masuch. In der Viererkette begannen Fabian Hergesell, Clement Halet, Kapitän Kühne und Benjamin Siegert. Dennis Grote, Jono Bourgault, Jens Truckenbrod und Marco Riemer sollten das Mittelfeld ankurbeln und im Sturm durfte neben Radovan Vujanoic auch Neuzugang Marco Königs ran. Trotz des schlechten Geläufs und den erschwerten Platzbedingungen begangen die Adlerträger in der Anfangsphase gut und versuchten druckvoll nach vorne zu spielen. Die Mannen von Dotchev waren bemüht das schnelle Spielgerät flach zu halten und bereiteten dem Gegner so Probleme. Die Gastgeber aus Babelsberg wussten sich meist nur mit hohen Bällen zu helfen und so fiel in der 20. Spielminute durch Truckenbrod ein sehenswerter Führungstreffer. Nur zehn Minuten später legte Marco Königs dann zum 2:0 nach. Den Treffer von Truckenbrod bereitete Königs noch vor, doch dann verwandelte er in seinem ersten Spiel mit dem Adler auf der Brust eiskalt zum 2:0.

Die Preußen spielten weiter gut und druckvoll nach vorne und ließen im weiteren Spielverlauf fast nichts zu. Die Babelsberger versuchten die Adlerträger mit langen Bällen zu knacken, scheiterten damit aber immer wieder an der wachsamen und gut organisierten Defensive der Preußen. Ein Mal wurde es in der zweiten Halbzeit  kurz gefährlich, als Daniel Masuch aus seinem Kasten kommen musste, den Babelsberger-Stürmer vom Tor abdrang und auch diese Chance zu Nichte machte. Kurz vor Schluss wollten die Münsteraner mit dem 3:0 den Sack zumachen, doch das blieb Dotchev bei seiner Premiere verwehrt und so endete das zweite Spiel der Adlerträger im Jahr 2012 mit einem verdienten 2:0-Auswärtssieg.

„Wir haben von der ersten Minute den Platz und das Spiel angenommen und sind durch ein Traum-Tor mit 1:0 in Führung gegangen. Die Mannschaft hat heute guten Fußball gespielt und ist verdient als Sieger vom Platz gegangen“, war Kapitän Kühne nach dem Spiel mit der Leistung und dem Endstand zufrieden. „Wir haben ein gutes Spiel gezeigt, viel investiert und fahren jetzt glücklich mit verdienten drei Punkten nach Hause“, sagte Abwehrmann Halet und stimmte seinem Kapitän zu. „Mit dem ersten Treffer im ersten Spiel habe ich natürlich nicht gerechnet und jetzt freut es mich einfach nur ungemein“, so Neuzugang und Torschütze Marco Königs. „Das Team hat mich super aufgenommen. Heute hat es wieder Spaß gemacht. Die Mannschaftsleistung und die drei Punkte waren heute wichtiger, denn mit der Torvorlage und Treffer habe ich nur meinen Job gemacht“, freute sich Königs nach der Partie, welcher schon vor dem Spiel den 2:0-Endstand richtig getippt hatte.

„Die Preußen waren in der ersten Halbzeit klar überlegen und wir haben einfach keine Bindung zum Spiel gefunden. Vujanovic und Königs haben heute einfach den Unterschied gemacht. Der Sieg geht voll in Ordnung“, sagte SV-Coach Dietmar Demuth nach dem Spiel und stimmte seinem Kollegen Pavel Dotchev zu. „Der Sieg ist völlig verdient. Wir haben gut begonnen, gut kombiniert und das Spiel unter Kontrolle gehabt, das spricht für die Stabilität“, war Dotchev bei seinem Debüt zufrieden. „Wir haben heute auf die vielen Fragen der letzten Wochen die richtige Antwort gegeben. Nach dem Spiel ist aber vor dem Spiel und somit gilt die Konzentration schon wieder dem nächsten Spiel“, fuhr Dotchev in alter Sepp Herberger-Manier fort. 

Arthur Ril

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