Am Freitagabend um 19 Uhr ist es endlich wieder so weit: dann startet der SC Preußen 06 e.V. Münster gegen den SV Werder Bremen II vor heimischen Publikum ins Jahr 2012. Eine erfolgreiche Heimpremiere will der neue Cheftrainer Pavel Dotchev nicht versäumen, deshalb mit seiner Mannschaft nachlegen und an die gute Leistung vom vergangenen Wochenende in Babelsberg anknüpfen. „Wir wollen auf dem Platz ein Zeichen setzten und wieder gute Leistungen abrufen“, sagte Dotchev auf der Pressekonferenz vor dem Spiel am Donnerstag.
Im Hinspiel endete die Partie an der Weser torlos und die Adlerträger sicherten sich einen Punkt bei den Hanseaten. Auf dem legendären Platz 11 gestaltete sich Ende August ein eher höhepunkt- und chancenarmes Drittliga-Spiel, da beide Teams hinten gut standen und auf Sicherheit bedacht waren. „Ich habe in dieser Saison noch nie so eine gut aufgestellte Werder-Elf gesehen. Uns hat heute einfach der endgültige Killerinstinkt gefehlt. Unter dem Strich war es ein gerechtes Remis“, beschrieb der damalige Trainer Marc Fascher das Spiel der Preußen nach dem ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison.
Beim Rückspiel am Freitag wird mit Pavel Dotchev ein neuer Trainer auf der Bank der Adlerträger Platz nehmen und sein Debüt im heimischen Preußenstadion feiern. Dabei muss er auf insgesamt vier Akteure verzichten. Abwehrchef Patrick Kirsch befindet sich momentan im Aufbautraining und kann deshalb noch nicht mitwirken. Gegen den SVW müssen auch Massimo Ornatelli und Daniel Chitsulo passen. Jürgen Duah ist laut Dotchev wieder im Training, aber für ein Pflichtspiel noch nicht fit genug. Der vom Afrika Cup zurückgekehrte Vunguidica mache „im Training einen sehr guten Eindruck“ und darf auf eine Kadernominierung hoffen.
„Die verletzten Spieler kommen so langsam zurück, der Kader ist jetzt etwas größer geworden und bietet mir als Trainer mehr Alternativen, das freut mich natürlich. Nach dem Auftreten meiner Mannschaft in Babelsberg habe ich aber eigentlich keine Gründe, groß umzustellen“, so der 46-jährige Coach der Preußen. „Die Mannschaft hat in der Woche gut und konzentriert trainiert und die Jungs sind heiß auf das Spiel. Die Partie gegen Bremen soll die zweite Halbzeit gegen Babelsberg sein“, spielt Dotchev auf die guten Leistung vom vergangen Wochenende an und hofft dabei, dass seine Truppe an diese Leistungen anknüpfen kann.
„Die Reserve von Werder ist keine klassische Ausbildungsmannschaft, denn das Team besitzt viele Spieler mit guter Perspektive. Vom Papier sind wir sicher der Favorit, aber wir dürfen uns nicht verrückt machen lassen. Es wird ein schweres Spiel und wir wollen als Sieger vom Platz gehen“, fuhr Dotchev fort. „Die neue Spielweise ist sicher intensiver für die Jungs, aber wir haben 90 Minuten Zeit, um das Spiel zu entscheiden. Für uns ist jedes Spiel richtungsweisend und in jedem Spiel müssen wir uns aufs Neue beweisen.“ Neuzugang Marco Königs, der das Spiel in Babelsberg mit 2:0 richtig getippt hatte, bleibt seinem Tipp auch gegen Bremen II treu und hofft erneut auf einen 2:0-Sieg seiner Mannschaft.
Thomas Wolter erwartet überaus motivierte Preußen
Die Reserve vom SV Werder Bremen hat nach bisher 24 Spielen nur 17 Zähler einfahren können und steht damit auf dem letzten Tabellenplatz. Trainer Thomas Wolter und sein Team konnten dabei drei Partien für sich entscheiden, trennten sich acht Mal mit einem Remis und gingen nach 13 Spielen als Verlierer vom Platz. Den Nordlichtern fehlen im Moment zehn Punkte bis zum rettenden Ufer. „Wir werden uns auf ähnliche Bodenverhältnisse wie am vergangenen Wochenende gegen Saarbrücken einstellen. Diese Verhältnisse müssen wir annehmen“, blickt der SVW-Trainer auf das Spiel gegen die Adlerträger.
Auch Wolter hat mitbekommen, was sich in Münster in den letzten Wochen getan hat und wie souverän die Mannschaft von Pavel Dotchev in Babelsberg aufspielte. „Nach dieser Euphorie wollen sie natürlich auch die Heimspielpremiere positiv gestalten“, gab er auf der vereinseigenen Homepage bekannt. Konzentrieren will sich der Werder-Coach aber zunächst auf die Leistung seines eigenen Teams und blickt auf das letzte Spiel zurück: „Gegen Saarbrücken war ja nicht alles schlecht. Vor allem in der ersten Halbzeit habe ich sehr viel Positives gesehen. Aber wie wir dann so eine zweite Halbzeit anbieten konnten, ist mir weiterhin ein Rätsel.“
Ob das Spiel gegen Werder Bremen II morgen endgültig stattfinden kann, entscheidet eine Platzkommission am morgigen Mittag. Auch der leitende Schiedsrichter Sebastian Schmickartz wird dabei im Preußenstadion vor Ort sein und die Begehung begleiten.
Das Heimspiel der Preußen gegen den SV Werder Bremen II ist in unserem Liveticker zu verfolgen.
| 1 | SV Sandhausen | 66 |
| 2 | VfR Aalen | 64 |
| 3 | Jahn Regensburg | 61 |
| 4 | 1. FC Heidenheim | 60 |
| 5 | Rot-Weiß Erfurt | 59 |
| 6 | Wacker Burghausen | 57 |