Alles rund um den SC Preußen 06 e.V. Münster
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Voller Einsatz: Marc-André Nimptsch (l.). (sd) 01.08.2009 um 22:02:52 UhrTapferer Kampf wird nicht belohntSie rackerten und rannten knapp 120 Minuten, dennoch hatte Hertha am Ende die Nase vorn. Mit 1:3 (0:1, 1:1) verloren die Preußen die Erstrundenbegegnung des DFB-Pokals am Samstagabend gegen den Budesligisten Hertha BSC Berlin.
Vor einer atemberaubenden Kulisse von 18.200 Zuschauern im Preußenstadion konnte der SC Preußen 06 e.V. Münster dem Hauptstadt-Klub lange Paroli bieten, denn die entscheidenden Tore schossen die Berliner gar erst in den letzten beiden Minuten der Verlängerung. Raffael (23., 120.) und Domovchiyski (118.) trafen für Hertha, Marc Lorenz für Münster (53.). "Letztendlich ist es ein verdienter Sieg für Hertha. Aber ich muss auch meiner Mannschaft gratulieren. Sie haben heute alles rausgeholt", war Trainer Roger Schmidt sichtlich enttäuscht wieder so knapp gegen einen Bundesligisten verloren zu haben.
Die Preußen begegneten den Herthanern über weite Strecken des Spiels auf Augenhöhe, ein Klassenunterschied war nicht zu erkennen. Dies sah auch Hertha-Coach Lucien Favre ähnlich: "Für mich war es keine Überraschung, dass es schwierig war. Das Spiel war immer eng und Münster ist eine gute Mannschaft, die gut organisiert ist und kompakt steht." So kam es, dass die Berliner in der ersten Hälfte nur zu dieser einen Torchance kamen, die Raffael prompt nutzte.
Die Preußen ließen sich jedoch so schnell nicht unterkriegen und nach 53 Minuten schlug Marc Lorenz einen scharfen Freistoß von der rechten Seite in die Mitte, den Patrick Ebert noch mit dem Scheitel berührte und der so durch ins Tor ging. Die Ausgangssituation war wiederhergestellt. Doch mit der Zeit verließen die Adlerträger auch immer mehr die Kräfte und so konnten sie nur durch einen überragend aufgelegten David Buchholz dem Druck des Bundesligisten Stand halten.
Bis eben zur besagten 118. Spielminute, in der die Stürmer der Hertha schneller reagierten als die Abwehrspieler der Preußen und schließlich der Bulgare Domovchiyski das entscheidende 1:2 schoss. "Der Zeitpunkt der Gegentore war natürlich wahnsinnig unglücklich. Ich denke, dass wir über weite Strecken sogar die spielbestimmende Mannschaft waren, die überhaupt nach vorne gespielt hat", fand Roger Schmidt und fügte gleichzeitig an, "Aber wir können erhobenen Hauptes vom Platz gehen. Wir sind jetzt zwei Mal unglücklich gescheitert, vielleicht klappt's dann ja beim dritten Anlauf."
Text von jk
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