Alles rund um den SC Preußen 06 e.V. Münster
Aktuelle Nachrichten

Der Dauerbrenner Mümken bei seinem ersten Pflichtspieleinsatz in Stadtlohn. (fv) 06.02.2010 um 10:19:06 UhrDer DauerbrennerWenn ein knapp 20jähriger Fußballer bei seinem Verein seit der C-Jugend praktisch jedes Spiel absolviert hat, ist das schon eine gute Leistung. Wenn dieser Verein der SC Preußen 06 e.V. Münster ist, dann ist es sogar eine ganz besondere. U23-Kicker Max Mümken kann das von sich behaupten.
Seine nun zehnjährige Karriere beim Traditionsverein fand ihren bisherigen Höhepunkt vor Kurzem im ersten Pflichtspieleinsatz mit der Regionalliga-Mannschaft.
„Nur in der C-Jugend habe ich ein bisschen Zeit zur Eingewöhnung gebraucht, weil es dann deutlicher um die Leistung ging. Aber seitdem habe ich eigentlich immer gespielt“, erzählt der Verteidiger, der seit 2000 die Trikots der Jugendteams bei den Preußen trägt und in diesem Jahr seine erste Senioren-Saison in der U23 bestreitet. „Preußen ist für mich mehr als irgendein Verein oder irgendein Hobby, wo man nur ein bisschen kickt. Preußen ist mein Heimatverein und ich bezeichne mich auch als Fan“, macht Max Mümken die Verbundenheit zu den Preußen deutlich.
Wechsel nach Ferienfreizeit

Im Jahr 2000 wurde der Traditionsverein auf den damals 10jährigen Max aufmerksam. Er erzählt, wie man um ihn warb: „In einer Ferienfreizeit haben wir hier im Preußenstadion auf dem Rasen gespielt und auch Spieler aus der ersten Mannschaft getroffen. An Marek Lesniak erinnere ich mich besonders gut. Danach wurde ich dann von Markus Ludwig angesprochen, ob ich nicht Lust hätte, für die Preußen zu spielen.“ Damals wurde Mümken als E-Jugendlicher in die D-Jugend geholt. In der Altersklasse spielte er dann drei, anstatt der gewöhnlichen zwei Jahre.
Max Mümkens Entdeckung fand schon an späterer Wirkungsstätte statt und immer noch ist das wöchentliche Auflaufen im Preußenstadion ein Traum oder vielmehr ein Ziel für den Mathematik-Studenten: „Mit den früheren Vereins-Strukturen war an die erste Mannschaft fast gar nicht zu denken. Aber mittlerweile hat sich einiges geändert und man sieht es ja zuletzt an Tino Möllering oder Marvin Bakalorz, dass man es schaffen kann. Ich habe im zweiten A-Jugend-Jahr das erste Mal bei der Ersten mittrainiert und das motiviert dann noch einmal besonders.“
Die besonderen Erinnerungen
Gefragt nach ganz besonderen Ereignissen, Momenten oder auch nach bestimmten Trainern denkt Max Mümken immer wieder an die Zeit in der C-Jugend zurück: „In der C-Jugend ging es hier richtig los. Meinen ersten Trainer Frank Müllenborn werde ich nicht vergessen.“ Mit ihm erlebte Mümken so einiges. „In den Osterferien waren wir auf einem Turnier in Spanien mit vielen spanischen und deutschen Mannschaften. Das Finale haben wir damals vor knapp 1000 Zuschauern gespielt. Das war schon geil.“
Auch zahlreiche sportliche Erfolge kann der 19-Jährige aufweisen: „Die Bundesliga-Aufstiege in der A- und B-Jugend bleiben natürlich in guter Erinnerung und auch die legendären Feiern danach“, lächelt Mümken und hat auch wieder einen Erfolg aus der C-Jugend parat: „Wir sind damals Westfalenmeister gegen Dortmund geworden. Das Finale um die Westdeutsche Meisterschaft haben wir dann leider verloren.“
Der Blick nach oben

„Als ich kleiner war, in meiner Anfangszeit bei den Preußen, war es immer ein Traum irgendwann für die erste Mannschaft zu spielen“, beschreibt Max Mümken, dass auch die ganz jungen Spieler den Profi-Fußball immer im Blick haben. „Inzwischen ist das sogar ein realistisches Ziel geworden, deswegen bedeutet mir mein erster Pflichtspieleinsatz in Stadtlohn auch sehr viel. Es hat mich stolz gemacht, mein eigenes Trikot mit meinem Namen hinten drauf zu sehen.“
„Ich sehe meine Zukunft bei den Preußen, habe nicht das Bedürfnis zu wechseln“, so Mümken. Dieses Bedürfnis hatte er auch nicht, als ihn der VfL Bochum in der B-Jugend umwarb: „Bei gleicher Spielklasse in Münster, guten Bedingungen und einem Weg zum Trainingsplatz von fünf Minuten kam ein Wechsel nicht wirklich in Frage.“
Ein Vorbild für junge Spieler?
„Den Kickern in der Jugend hier etwas mit auf den Weg zu geben, dafür fühle ich mich selbst noch zu jung“, gibt Mümken bescheiden zu. Vorbildlich hat er dafür meistens Schule und Leistungssport vereinbart: „Das war nie ein Problem für mich. Auch weil mir der Stoff in der Schule meistens leicht viel und ich keine lange Anfahrt zum Training hatte. Jetzt im Studium ist der Aufwand schon größer und für Trainingseinheiten der ersten Mannschaft habe ich auch schon mal Vorlesungen sausen lassen, aber insgesamt klappt das sehr gut.“
Überrascht war Max Mümken ein wenig von der anderen Spielweise bei den Regionalliga-Senioren: „Bei meinem ersten Einsatz in der Ersten war ich schon ein bisschen traurig, nicht mehr in der Jugend zu spielen. Das Spiel ist nicht mehr so körperlich, wir spielen jetzt schöner.“ Max Mümken hat als Verteidiger anscheinend viel Spaß an den Aufgaben, die mit seiner Position verbunden sind. Und der soll für den Dauerbrenner auch nach beeindruckenden 10 Jahren bei den Preußen nicht vorbei sein.
Text von jk
Weitere Nachrichten