Es mag auf dem Papier nach einem schwachen Ersatz für das abgesagte Derby gegen den VfL Osnabrück klingen. Und natürlich kann es ein Spiel gegen einen NRW-Ligisten niemals ersetzen, doch gestaltete sich die Partie gegen den SV Schermbeck gar nicht so uninteressant wie es – auch in Anbetracht des Spielergebnisses - vermuten ließ. Von Anfang an entwickelte sich eine lebendige Begegnung, in der die Adlerträger tolle Spielzüge und Kombinationen an den Tag legten.
Das Tor für die Preußen sollte zunächst jedoch noch etwas auf sich warten lassen. Einen Kopfball von Stefan Kühne konnte ein Schermbecker Verteidiger auf der Linie retten (21.), wenig später verzog Björn Kluft nur knapp am Tor vorbei (26.). Afrika-Rückkehrer Vunguidica bescherte den Mannen von Pavel Dotchev schließlich das hochverdiente 1:0. Nach einem langen Ball von Kühne brachte der Deutsch-Angolaner mit einem gekonnten Abschluss das Leder im Gäste-Tor unter (43.).
Auch im zweiten Durchgang spielten sich die Adlerträger durch gekonnte Passstafetten zahlreiche Chancen heraus. Doch das Aluminium schien heute ein Pakt mit dem Schermbecker Schlussmann geschlossen zu haben. Zunächst köpfte Marco Königs den Ball ans Lattenkreuz (65.). Zehn Minuten später knallte Jens Truckenbrod den Ball - fast identisch zum Bremen-Spiel - gegen den linken Pfosten. Auch Babacar N’Diaye testete die Standhaftigkeit des Tores und köpfte aus kurzer Distanz ans Gebälk (82.).
Am Ende mussten sich die Preußen mit dem 1:0 begnügen. „Mit der heutigen Leistung bin ich insgesamt zufrieden“, sagte Coach Dotchev nach dem Schlusspfiff. Der Münsteraner Trainer freute sich vor allem über den guten Einsatz und die Laufwege seine Schützlinge. Dennoch stellte Dotchev klar, dass „wie auch gegen Bremen, die Chancenverwertung verbessert werden muss“.
Aufstellung 1. Halbzeit: Masuch - Reimer, Ndjeng, Kühne, Hergesell - Siegert, Truckenbrod, Ornatelli, Kluft - Vunguidica, Vujanovic
| 1 | Karlsruher SC | 79 |
| 2 | Arminia Bielefeld | 76 |
| 3 | VfL Osnabrück | 73 |
| 4 | SC Preußen 06 e.V. Münster | 72 |
| 5 | 1. FC Heidenheim | 72 |
| 6 | Chemnitzer FC | 55 |