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31. Mai 2012 - 15:00 - 1.Mannschaft

Nachrichten aus dem Preußen-Lazarett

Der SC Preußen 06 e.V. Münster stellt die Weichen für die bevorstehende Drittligasaison und hat in den letzten Tagen und Wochen bereits vier externe Neuzugänge vorgestellt. Aber was machen eigentlich unsere Rekonvaleszenten aus der abgelaufenen Saison, die hoffentlich demnächst auch wieder auf dem Platz stehen werden? Wir sprachen mit unseren Langzeitverletzten Patrick Kirsch, Babacar N’Diaye, Marco Riemer und Clément Halet und erkundigten unsüber ihren Gesundheitszustand.

Aus „vier bis sechs Wochen Verletzungspause“ wurde bei Patrick Kirsch ein halbes Jahr. Die Leidensgeschichte begann im Saarbrücken-Spiel mit einer verletzten Knochennase und brachte im Endeffekt mehrere Faserrisse mit sich. „In dem vergangenen halben Jahr bin ich in Münster geblieben und musste immer wieder von vorne anfangen. Vielleicht wollte ich in der ersten Zeit auch einfach zu viel“, verrät der 31-jährige Innenverteidiger. Seit fünfeinhalb Wochen befindet sich Kirsch im Aufbautraining und absolviert regelmäßige Läufe. „Ich bin auf einem guten Weg und arbeite intensiv mit unserem Physiotherapeuten zusammen, damit der Sprung in der Vorbereitung nicht zu groß für mich wird. Mal abwarten wie es weiterhin für mich läuft. Ich will gesund werden, fit bleiben und alles andere kommt von alleine“, sagt der Abwehrchef. Seinen Ehrgeiz hat Kirsch während der Pause auch nicht verloren: „Ich habe Lust wieder anzugreifen und 90 Minuten auf dem Rasen zu stehen.“

Babacar N’Diaye ist froh, dass es ihm schon besser geht. Der 38-jährige Publikumsliebling befindet sich aktuell zur Physiotherapie und Reha in Hannover und kann auch schon wieder laufen. „Alles läuft gut und auch die Schmerzen lassen nach. Sich von der schweren Verletzung zu erholen, braucht Zeit und diese habe ich meinem Körper gegeben“, erzählt N’Diaye, der sich Anfang März einen starken Bluterguss im Oberschenkel zuzog. „Die nächsten Tage sind entscheidend, wie es für mich weitergeht. Mein erstes Ziel ist es, fit zu werden, denn dann kann ich durchstarten und den Jungs zeigen wo der Hammer hängt“, witzelt der Deutsch-Senegalese und scheint wieder ganz der alte „Baba“ zu sein. „Ich bin auf einem guten Weg und es ist nur eine Frage der Zeit bis ich wieder auf dem Platz stehe“, verspricht der 1,89 Meter große N’Diaye, der in der Zukunft einen spielenden Co-Trainer abgeben soll.

Einen wohl ganz schlechten Aprilscherz erreichte Marco Riemer in diesem Jahr. Der Verteidiger köpfte beim SSV Jahn die zwischenzeitliche 1:0-Führung für die Adlerträger und lag einen Tag später, am 1. April, mit einer Sprunggelenksluxation und mit gebrochenem Wadenbein im Regensburger Krankenhaus. Für die Physiotherapie und Reha ist der 24-jährige Verteidiger in seiner Heimatstadt Jena geblieben und blickt positiv in die Zukunft: „Ich musste zwar bei null anfangen, aber alles in allem sind die Maßnahmen gut verlaufen. Im Moment befinde ich mich noch in der Reha und hoffe danach durchstarten zu können.  Nach so einer Verletzung denke ich erst mal von Schritt zu Schritt. Für mich ist es wichtig, wieder auf dem Platz zu stehen“, erzählt der Mann mit der Nummer vier auf dem Rücken und hofft auf eine baldige Rückkehr im Adlerdress.

Nur wenige Tage nach der Verletzung seines Verteidiger-Kollegen Riemer verletzte sich auch Clément Halet und zog sich im Spiel gegen Erfurt unter anderem einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie zu. „Mir geht es wieder gut und ich konnte zuletzt schon mit leichtem Kraftraining beginnen“, berichtet der 28-jährige Franzose. Seine Reha-Maßnahmen absolviert der in Straßburg geborene Innenverteidiger - nur 20 Kilometer von seiner Heimatstadt entfernt – im deutschen Offenburg. „Besonders freue ich mich auf den DFB-Pokal. Viele Zuschauer, ein volles Preußenstadion, eine ganz besonderes Atmosphäre und am liebsten den FC Bayern“, fängt der stets gut gelaunte Franzose an zu träumen und wünscht sich „auf jeden Fall einen attraktiven Gegner aus der ersten oder zweiten Liga“. „Aber erst mal muss ich gesund werden, dann kann ich auch um meinen Stammplatz kämpfen.  Ich bin nach meinen Verletzungen bisher immer zurückgekommen. Warum soll das dieses Mal nicht so sein“, erklärt Halet am Ende des Gesprächs.

Arthur Ril

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