Morgen ist es endlich so weit, denn dann trifft der SC Preußen 06 e.V. Münster um 14 Uhr an der Bremer Brücke auf den VfL Osnabrück. Nach mittlerweile sieben ungeschlagenen Spielen und 13 Punkten reisen die Adlerträger zu dem Rivalen in das 57 Kilometer entfernte Osnabrück. Gegen die Niedersachsen sollen nach drei Unentschieden gegen Babelsberg, Bremen und Stuttgart wieder drei Punkte her. „Die Mannschaft hat zu 100 Prozent Bock auf das Derby in Osnabrück“, äußerte sich der Coach Marc Fascher zum morgigen Aufeinandertreffen.
Der letzte Vergleich der beiden rivalisierenden Clubs liegt bereits mehrere Jahre zurück. In der Spielzeit 2005/2006 trafen beide Mannschaften das letzte Mal aufeinander. Im Hinspiel verloren die Adlerträger zwar noch mit 1:0 bei den Osnabrückern, doch im Rückspiel konnten sich die Adlerträger mit 2:1 durchsetzen und holten drei Punkte im umkämpften Derby. Im Rückspiel konnte damals ein gewisser Sercan Güvenisik zum zwischenzeitlichen 2:0 einnetzen. Am Ende der Saison trennten die beiden Vereine nur sieben Punkte. Der VfL Osnabrück belegte mit 49 Punkten den zehnten Platz in der Regionalliga-Nord und die Preußen mit 42 Punkten den 15. Platz.
Morgen muss Trainer Marc Fascher verletzungsbedingt auf drei Spieler verzichten. Der langzeitverletzte Dominique Ndjeng, Daniel Chitsulo und Julian Westermann stehen dem Übungsleiter in Osnabrück leider nicht zur Verfügung. Chitsulo plagt weiterhin die Verletzung aus dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II und auch Westermann machen seinen Adduktorenprobleme wieder zu schaffen. Bei Stefan Kühne und Massimo Ornatelli sieht die Lage ganz anders aus, denn Ornatelli konnte seit gestern wieder voll ins Training miteinsteigen und auch Kapitän Kühne trainierte nach seiner langen Verletzung wieder mit der Mannschaft. Neuzugang Radovan Vujanovic ist wohl „voll im Saft“, so Fascher, ihm fehle nur die reine Spielpraxis. „Es geht immer nach Trainingsleistungen. Nur wer sich im Training anbiete, hat auch Chancen zu spielen“, so Fascher weiter.
„Morgen wird das Zusammenspiel zwischen Fans und Mannschaft besonders wichtig sein. An Motivation wird es uns sicher nicht fehlen, denn wer bei einem solchen Spiel ein Motivationsproblem hat, der sollte seine Fußballschuhe lieber an den Nagel hängen“, sagte Fascher zu dem besonderen Derby-Charakter. Das Team von Trainer Uwe Fuchs schätzt Fascher als sehr stark ein und ist auf Spieler wie Kampl und Kotuljac sehr gespannt. „Der VfL hat schon viele gute Spiele gezeigt, doch die meisten waren noch nicht vom Erfolg gekrönt. In diesem Hexenkessel wollen wir uns aber die Butter nicht vom Brot nehmen lassen“, stellte Marc Fascher abschließend klar.
Osnabrück hofft auf zweiten Sieg der Saison
Der VfL Osnabrück ist mit einem Sieg, vier Unentschieden und zwei Niederlagen in die Saison gestartet und belegt im Moment den 15. Tabellenplatz in der dritten Liga. Gegen den SV Darmstadt konnten die Lila-Weißen den bisher einzigen Sieg der Saison einfahren. Nach dem ersten Spieltag folgte dann ein Unentschieden gegen Bielefeld und zwei Niederlagen gegen Wiesbaden und Regensburg. Wie auch bei den Preußen endeten die letzten drei Ligaspiele der Niedersachen mit einer Punkteteillung. Gegen Erfurt, Burghausen und Saarbrücken reichte es für das Team von Fuchs nur für ein Unentschieden.
„Das sind Duelle, die den Reiz des Fußballs auf die Spitze treiben. Derbys stimulieren Spieler und Zuschauer. Deshalb freuen wir uns auf das Spiel und natürlich ist ein Sieg gegen Münster schöner als einer gegen Babelsberg. Aber man kriegt auch nur drei Punkte dafür“, sagte Trainer Uwe Fuchs der Osnabrücker Zeitung zum bevorstehenden Derby. „Was allerdings in meinem Denken überhaupt keinen Platz hat, sind Hass, Häme oder gar Gewalt. Diese Grenze werden wir nicht überschreiten, und ich hoffe, dass das für alle gilt, die mit dem Spiel zu tun haben“, fasste Fuchs zusammen.
Das brisante Derby gegen den VfL Osnabrück ist in unserem Liveticker zu verfolgen.
| 1 | SV Sandhausen | 66 |
| 2 | VfR Aalen | 64 |
| 3 | Jahn Regensburg | 61 |
| 4 | 1. FC Heidenheim | 60 |
| 5 | Rot-Weiß Erfurt | 59 |
| 6 | Wacker Burghausen | 57 |