Die Geschichte des Preußenstadions
Die Geschichte des heutigen Preußenstadions reicht bis in die 20er Jahre. Etwa um 1926 herum wurde das Stadion gebaut und galt seinerzeit als eines der schönsten Stadien Norddeutschlands. Zunächst wurde noch auf den Bau einer Tribüne verzichtet, die dann später folgte.
Das Stadion folgte in seiner Form den lange Jahren geltenden Standards: Eine Laufbahn für die Leichtathletik, flache Ränge in Ovalform um den Platz herum. Während in vielen deutschen Städten heute die reinen Fußballstadien die bestimmende Form bildeten, blieb das Preußenstadion unverändert.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das stark beschädigte Stadion zunächst von den britischen Streitkräften als Lager genutzt und dann wieder dem SC Preußen übergeben. Vereinsmitglieder richteten die Arena wieder her.
Seine großen Momente erlebte das Stadion Anfang der 50er Jahre, als die Preußen in der alten Oberliga West um die Deutsche Meisterschaft kämpften. Bis zu 40.000 Zuschauer drängten sich seinerzeit auf den Rängen. Ähnlich voll wurde es noch einmal in der Spielzeit 1963/1964. Die Geburt der Fußball-Bundesliga erlebte das Preußenstadion mit. Wo einst Uwe Seeler mit seinem HSV in Münster um Punkte spielte, kicken auch heute noch die Preußenspieler. Damit ist das Preußenstadion das einzige ursprünglich erhaltene Stadion aus der Bundesliga-Anfangszeit! Selbst in Karlsruhe und Saarbrücken wurden seither die Stadien deutlich verändert.

Seit dem Zweiten Weltkrieg wurde das Stadion nur in Details überarbeitet. Die Blocktrennung wurde eingeführt, das alte und überholte Flutlicht wurde 1991 durch ein modernes System ausgetauscht. Eine neue Lautsprecheranlage wurde installiert, die vergleichsweise ungewöhnlich platziert ist: An einem guten Dutzend Masten direkt vor den Stehrängen... Aber erst im Sommer 2001 erhielt das Stadion seine ersten Sitzplatzschalen - die stammen aus dem ehemaligen Bestand der Leverkusener BayArena (Foto links).