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Weinfurtner vor Saisonstart: “Eine Einheit, mit der viel möglich sein kann!”

Für die U23 des SC Preußen Münster geht es am Sonntag nach Ostwestfalen, die Adlerträger steigen beim VfB Fichte Bielefeld in die Westfalenliga-Saison 2017/18 ein. Wir haben vor dem Saisonstart mit Cheftrainer Sören Weinfurtner über die Vorbereitung, die Aufstiegschancen und und den ersten Gegner gesprochen…

Sören, sechs Wochen Vorbereitung liegen hinter euch. Welchen Eindruck hat deine Mannschaft hinterlassen? Bist du zufrieden mit deiner Truppe?

„Ich bin zufrieden! Wir haben zum ersten Mal seit langem keinen großen Umbruch gehabt und konnten von daher früh anfangen, im taktischen und körperlichen Bereich zu arbeiten. Positiv war auch, dass wir keine größeren Ausfälle aufgrund von Verletzungen zu beklagen hatten. Auch der Eindruck, den die Mannschaft in unseren Testspielen und Trainingseinheiten hinterlassen hat, zeigt, dass da eine tolle Einheit zusammengekommen ist, mit der viel möglich sein kann.”

Du hast es angesprochen: Es gab in diesem Jahr nur kleinere Veränderungen am Kader, der große Umbruch ist ausgeblieben. Kann das ein Vorteil für die Saison sein, als eingespieltes Team zu starten?

„Ich glaube, dass der Fußball zeigt, dass man Erfolg selten einfach zusammenkaufen kann. Ab einem gewissen Niveau sind häufig die Mannschaften erfolgreich, die über eine gewisse Zeit zusammengewachsen sind und ihre Abläufe auf sowie neben dem Platz haben. Von daher kann das sicherlich ein Vorteil sein und uns wird zu Gute kommen, dass wir den ganz großen Umbruch vermieden haben.”

Du gehst jetzt in deine zweite Saison mit Kieran Schulze Marmeling als Co-Trainer an deiner Seite. Wie funktioniert eure Zusammenarbeit?

„Unsere Zusammenarbeit funktioniert hervorragend! Wir ergänzen uns sehr gut und können durchaus in verschiedenen Bereichen und Facetten noch voneinander lernen. Darüber hinaus glaube ich auch, dass die Art und Weise, wie wir mit der Mannschaft umgehen, einigen Spielern entgegenkommt.”

Mit Luca Steinfeldt und Jannik Borgmann haben zuletzt zwei deiner Schützlinge bei der 1. Mannschaft reinschnuppern dürfen. Wir sehr profitieren die Jungs davon? Und wie sehr freut dich das?

„Für die Jungs ist es erstmal eine unglaubliche Motivation – und für viele auch ein Grund, überhaupt hier Fußball zu spielen. Einige haben durchaus die Ambitionen höher zu spielen, sehen hier aber den Anschluss in Richtung Profifußball und hoffen, eventuell mal reinzurutschen und der Karriere dadurch einen neuen Schwung zu verleihen. Wenn ein, zwei Spieler dann oben dabei sind, wird das natürlich auch von allen registriert – und das ist durchweg positiv zu sehen. Für uns ist das gut, weil die Jungs zusätzliche Einheiten absolvieren und auf einem ganz anderen Niveau Erfahrungen sammeln, die sie bei uns wieder einbringen können. Gleichzeitig ist es für die Spieler eine klasse Feedbackrunde, in der sie Rückmeldungen erhalten, was ihnen noch fehlt. Und wenn sie zu uns zurückkommen, wollen sie noch mehr…”

Welche Ziele habt ihr euch für die anstehende Saison gesteckt?

„Seit dem ich den Trainerjob hier mache, werde ich auf den Aufstieg angesprochen. Es ist nicht nur ein Traum oder ein Wunsch, sondern ein Ziel von allen Beteiligten. Wir haben in der Vorbereitung in Testspielen gegen Oberligisten gesehen, dass wir gut mitgehalten haben und es würde auch dem gesamten Verein entgegenkommen. Wir hoffen darauf, aber es ist ein hartes Stück Arbeit. Bisher sind wir als Talentschmiede immer gut mitgelaufen, uns fehlte aber der letzte Punch – den hatten meistens die Mannschaften, die seit Jahren zusammenspielen oder für die Liga brutale Qualität eingekauft haben. Die Liga ist aber auch, meiner Meinung nach, seit Jahren die stärkste Westfalenliga. Von daher wird es für uns wichtig sein, an Konstanz zu gewinnen.”

Wenn die Liga so stark sein wird, wer zählt für dich zum Favoritenkreis um den Aufstieg?

„Traditionell werden die Absteiger immer genannt: Roland Beckum hat sich ordentlich verstärkt, Neuenkirchen hat eine sehr interessante erste Elf. Aber auch Mannschaften wie Vreden, Delbrück oder Herford sind Kandidaten. Ich glaube, dass die Teams zwischen Platz eins und zehn alle aufsteigen können und am Ende wird die Konstanz entscheidend sein. Es wird bis zum Ende sehr spannend bleiben, denn den Überflieger wird es, denke ich, in diesem Jahr nicht geben.

Am Wochenende geht es endlich wieder los – ihr startet gegen den VfB Fichte Bielefeld. Was erwartest du?

„Grundsätzlich einen Gegner mit einer Aufstiegseuphorie. Sie sind, das muss man so sagen, durch die Landesliga gewalzt. Da war frühzeitig klar, dass die wieder bei uns in der Runde auftauchen. Jetzt ist Mario Ermisch Trainer in Bielefeld. Und da wo Mario ist, da kann man davon ausgehen, dass fähige Mannschaften zusammenkommen, die sicherlich auf Dauer wieder was vorhaben werden. Am Sonntag treffen wir sicherlich auf eine gut organisierte Truppe, die auch auf einigen Positionen eine hohe individuelle Qualität mitbringt und auch durch die Euphorie eine gefährliche Mannschaft sein kann.“

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