Tobi Warschewski ist krank, wird den Preußen am Freitagabend fehlen. Foto: Sanders

Auftakt der englischen Woche: Gegen Aufsteiger Cottbus zurück in die Erfolgspur

Ihrem Ruf, dass die 3. Liga unglaublich ausgeglichen ist, wird die Runde auch in dieser Saison wieder einmal gerecht. Das Credo „jeder kann jeden schlagen“ gehört beinahe zum Tagesgeschäft und sorgt so immer wieder für Überraschungen. Wie schnell es dabei gehen kann, hat auch der SC Preußen Münster in den letzten Wochen zu spüren bekommen. Nach dem starken Saisonauftakt und Platz eins folgte eine Serie von drei Niederlagen in Folge, die im Vereinsumfeld für Ernüchterung sorgte. Gerade die deutliche 1:4-Pleite in Aalen war ein Tiefpunkt, den es jetzt am Freitagabend gegen Energie Cottbus (19 Uhr) schnell zu überwinden gilt. „Kein Spieler war in Aalen bei 100 Prozent, nicht einer. Wenn wir aber Spiele gewinnen wollen, müssen alle Elf dort sein“, betonte Cheftrainer Marco Antwerpen auf der Pressekonferenz und fügte an: „Wir können natürlich nicht mit den letzten Spielen zufrieden sein, da helfen auch keine 40 guten Minuten in Osnabrück oder 60 gegen Uerdingen. Aber wir wissen, wo wir ansetzen müssen und brauchen jetzt nicht alles kleinzureden, das wäre auch zu krass.“

Auf die Adlerträger wartet jetzt eine englische Woche, die es aus mehreren Gründen in sich hat: Der Negativtrend der letzten Spiele, die Gegner und die Abläufe bei drei Abendspielen hintereinander sind die nächsten Herausforderungen, die es zu bestehen gilt. Den Anfang machen die Preußen am Freitag gegen Cottbus, die Lausitzer gastieren nach 2016 mal wieder im Preußenstadion. „Als Aufsteiger machen sie ihre Sache richtig gut. Ich erwarte sie hier aktiv, sie werden ihre Spitzen setzen wollen. Aber darauf haben wir uns vorbereitet“, hat der Fußballlehrer Energie und deren Spielweise eingehend analysiert. Cottbus war ebenfalls stark in die Saison gestartet, wartet aber jetzt seit fünf Spielen auf einen Sieg. „Wir berücksichtigen, wie der Gegner spielt und schauen, wo sich unsere Jungs am wohlsten fühlen. Danach werden wir unser Spielsystem aufstellen“, kündigt der Coach nach der letzten Partie einige Kaderumstellungen an und betont nochmals: „Zwölf Gegentore sind einfach zu viel. Deswegen müssen wir eine defensive Mentalität an den Tag legen!“

Personell sah es unter der Woche ganz gut aus, mit Tobi Warschewski muss Marco Antwerpen derzeit nur auf einen Spieler verzichten. „Es ist schade, dass Tobi fehlt, sein Anlaufverhalten gegen den Ball ist gut“, wird voraussichtlich Cyrill Akono, der wieder fester Bestandteil der Trainingseinheiten ist, als zweite Sturmoption mit in das 18er Aufgebot rücken. Einer, der sich Tag für Tag wieder mehr heranarbeitet, ist Philipp Müller. 90 Minuten sitzen bei dem Neuzugang sicherlich noch nicht drin, aber ein Kurzeinsatz ist durchaus möglich. „Er kann uns auch in 20, 30 Minuten Impulse geben, die wir vielleicht sonst nicht haben“, so Antwerpen über den quirligen Müller. Inwieweit sich die Änderungen auch in der Startelf am Freitagabend wiederspiegeln, wird der Aufstellungsbogen am Freitagabend verraten. Sicher ist auf jeden Fall, dass Marco Antwerpen seiner Mannschaft einen Matchplan mit auf den Weg geben wird, der nach 90 Minuten hoffentlich drei Punkte wert ist. „Wir haben Bock auf das Heimspiel und wollen unbedingt den Sieg – dafür werden wir alles geben, um auch die Zuschauer wieder für uns zu gewinnen“, wird die Mannschaft um Kapitän Simon Scherder beim Flutlichtduell alles raushauen, um den Negativlauf wieder zu stoppen.

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