Marcus Piossek machte gegen Leipzig ein gutes Spiel und sorgte für viel Alarm (Foto: sd-pixel.de)

Letztes Heimspiel des Jahres endet torlos

Im letzten Heimspiel des Jahres empfing der SC Preußen 06 e.V. Münster Rasenballsport Leipzig vor 6.787 Zuschauern im Preußenstadion an der Hammer Straße. Nach einem über die gesamte Spielzeit ausgeglichenen Spiel trennten sich die Kontrahenten mit einem leistungsgerechten 0:0.

Im Gegensatz zum erfolgreichen Heimspiel gegen den MSV Duisburg veränderte Trainer Ralf Loose die Anfangsformation auf zwei Positionen. Siegtorschütze Simon Scherder ersetzte den unter der Woche angeschlagenen Patrick Kirsch in der Innenverteidigung. Benjamin Siegert kam für Stefan Kühne in die Startelf und agierte auf der rechten Seite. Marcus Piossek übernahm die Zehnerposition von Amaury Bischoff, der für Kühne auf der Sechs das Spiel der Adlerträger aufziehen sollte.

Hohes Tempo von Beginn an

Die Partie zwischen dem Rangzweiten aus Leipzig und den Preußen nahm direkt Fahrt auf. Mit hoher Intensität in den Zweikämpfen bekämpften sich beide Mannschaften, die von der ersten Minute ein hohes Tempo anschlugen und ein Drittligaspiel auf hohem Niveau zeigten. Die Adlerträger hielten sich an die Vorgaben, die Loose und Co-Trainer Babacar N’Diaye vor der Partie ausgegeben hatten – durch flaches Kombinationsspiel sollte das frühe Pressing der Gäste ausgehebelt werden. In den ersten zwanzig Minuten hatten die Münsteraner einige verheißungsvolle Ansätze, die oftmals nur an der letzten Aktion scheiterten. So auch als Jens Truckenbrod nach 24 Minuten Matthew Taylor bediente, der aber die Kugel im Sechzehner nicht richtig unter Kontrolle bringen konnte.

Nach einer gespielten halben Stunde zeigten aber auch die Gäste immer wieder, warum sie im Norden der Tabelle platziert sind. In der 33. Minute konnte RB-Stürmer Daniel Frahn im Strafraum nicht vom Ball getrennt, aber genau wie im direkten Anschluss Joshua Kimmich, im letzten Moment abgeblockt werden. Nur vier Minuten später war es wieder Frahn, der den Kasten von Daniel Masuch mit einem Schuss aus 17 Metern knapp verfehlte. Nach kurzer Nachspielzeit beendete Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus die erste Hälfte, in der beide Mannschaften den Zuschauern ein flottes Spiel anboten, die letzte Konsequenz, um sich große Möglichkeiten zu erspielen, aber vermissen ließen.

Wenig Torraumszenen

In der zweiten Hälfte änderte sich nicht viel an den Gegebenheiten. Leipzig hatte wie schon in den Minuten vor dem Seitenwechsel mehr von der Bewgegnung und erspielten sich durch den eingewechselten Timo Röttger nach einem starken Konter die Möglichkeit zur Führung, die Daniel Masuch im Eins-gegen-Eins aber zunichte machte (58.). Die Preußenanhänger hatten wenige Momente später den Torschrei schon auf den Lippen, aber Taylor legte sich den Ball vor dem RB-Kasten freistehend zu weit vor.  Loose nahm kurze Zeit später seine erste Auswechselung war und brachte Mehmet Kara für Siegert, der von nun an auf der Zehn agierte. Piossek sollte auf der rechten Offensivseite für mehr Durchschlagskraft sorgen.

Mit der Einwechselung von Rogier Krohne leitete Loose die Schlussoffensive ein, in den letzten Minuten versuchten vor allem die Adlerträger den Siegtreffer zu erzwingen. Die Fans peitschen die Mannschaft nochmal nach vorne, die Ecke in der 90. Minute weckte Erinnerungen zur Vorwoche, in der Scherder den Siegtreffer erzielte. Dieses Mal verpuffte die Hereingabe von Grote, es blieb am Ende bei einem gerechten torlosen Unentschieden. Ein 0:0 der besseren Sorte, nach dem die Preußen zum fünften Mal in Folge ungeschlagen bleiben und in der Tabelle um einen Rang auf Position 13 kletterten.

Am nächsten Wochenende reisen die Adlerträger zum letzten Spiel des Jahres nach Bayern und treffen auf das Tabellenschlusslicht Wacker Burghausen.

 

Zahlen zum Spiel:

Münster: Masuch – Riedel, Schmidt, Scherder, Hergesell – Bischoff, Truckenbrod – Siegert (63. Kara), Piossek (90. Schöneberg), Grote – Taylor (86. Krohne)

Leipzig: Domaschke – Mülle, Hoheneder, Willers, Heidener – Kimmich (73. Kaiser), Ernst, Fandrich (57. Röttger) – Thomalla (82. Luge), Frahn. Poulsen

Tore:  Fehlanzeige

Gelbe Karten: Grote, Bischoff / Fandrich, Kimmich, Willers

Zuschauer: 6.787

Schiedsrichter: Bibiana Steinhaus (Hannover)

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