Wiedersehen mit Moritz Heinrich: Der 22-Jährige wechselte im Sommer von der Hammer Straße zurück in seine Heimat und zur SpVgg Unterhaching. Ob es das Wiedersehen auf dem Platz oder nur daneben geben wird, steht aber noch nicht fest, zuletzt bremste ihn eine Schulterverletzung aus. Foto: Sanders

Mit defensiver Stabilität und der richtigen Einstellung zur SpVgg Unterhaching

Der nächste bayrische Gegner wartet auf den SC Preußen Münster: Nach der schmerzlichen Heimniederlage am letzten Wochenende gegen den FC Bayern II treffen die Adlerträger jetzt am Samstag in München auf die SpVgg Unterhaching. Und mit dem Tabellenführer der 3. Liga wartet gleich die nächste unangenehme Aufgabe auf die Preußen, die nach den letzten Wochen nicht mit einer breiten Brust, aber vielen Vorsätzen in die bayrische Landeshauptstadt reisen: „Wir werden dort sicherlich nicht als Favorit auflaufen. Für uns geht es darum, dass die Mannschaft von eins bis achtzehn eine Reaktion zeigt. Alle müssen mir den Eindruck vermitteln, dass sie alles für das Team geben und bereit sind, sich zu 100 Prozent zu zerreißen. Das ist die Aufgabe für morgen“, verriet Cheftrainer Sven Hübscher seine Erwartungshaltung an seine Mannschaft am Freitag auf der Pressekonferenz.

Ohnehin fand der Fußballlehrer deutliche Antworten und wollte die jüngste Leistung in keiner Weise schönreden. „Das Defensivverhalten im Spiel gegen Bayern II war Mist“, so der Preußencoach ehrlich, der weiter ausführte: „Da spielt auch eine Verunsicherung eine Rolle, die das Ganze noch schwieriger macht. Daran arbeiten wir im Training nach dem Motto: Viel hilft viel. Wir müssen unsere Abläufe wieder reinbekommen und haben daher auch am eigentlich freien Tag trainiert.“ Der Schwerpunkt lag vor allem auf den defensiven Abläufen, die in den letzten Spielen nicht wie gewünscht funktionierten. Drei Gegentore gegen Köln, zwei in Halle, vier gegen Bayern II – das macht zuletzt einen Schnitt von drei Gegentoren pro Spiel. „Da müssen wir selbst vier Tore schießen, um ein Spiel zu gewinnen. Das schaffen nicht einmal Weltklasse-Mannschaften immer – und wir sind keine Weltklasse-Mannschaft. Von daher müssen wir es schaffen, die Zahl der Gegentore wieder zu reduzieren.“

„Wir geben jeden Tag alles, um das zu ändern“

„Keiner von uns ist zufrieden mit der Situation. Die Mannschaft nicht, der Sportdirektor nicht, ich nicht. Aber eins ist klar: Wir geben jeden Tag alles, um das zu ändern“, fügte Sven Hübscher energisch an. Bei Unterhaching soll dann endlich die Trendwende gelingen. Doch wie schon gegen Halle, ist es beim Tabellenführer der 3. Liga keine leichte Aufgabe. Mit 21 Punkten steht die Spielvereinigung im Moment an der Spitze und wird diese Position im Heimspiel gegen die Preußen verteidigen wollen. Ob Ex-Preuße Moritz Heinrich, der im Sommer in seine Heimatstadt zurückkehrte und zu den Leistungsträgern gehört, dabei mitmischen kann, steht noch nicht fest. Zuletzt pausierte der 22-Jährige mit Schulterproblemen.

Von größter Bedeutung wird es im Sportpark Unterhaching sein, wieder die eigene Leistung abzurufen und nicht wie zuletzt, völlig neben sich zu stehen. „Ich hätte gegen Bayern in der Pause zehn bis elf Mal wechseln können. Aber es geht nicht darum, jetzt acht Wechsel zu vollziehen. Wir müssen es schaffen, unsere Leistung konstant abzurufen.“ Und was diese Leistung und Kriterien angeht, um wieder erfolgreich zu sein, gibt Sven Hübscher noch eine Maxime mit auf den Weg: „Die Jungs dürfen sich nicht allein auf ihr Talent verlassen, alles fußballerisch zu lösen. Unser Talent muss es sein, sich mehr zu quälen als alle anderen!“ Mit dieser Einstellung sollen beim Tabellenführer wieder Punkte eingefahren werden.

Sven Hübscher bei nullsechs.tv:

//////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////