Zwei von drei Torschützen am Mittwochabend: Tobi Rühle (l.) und Rufat Dadashov. Foto: Sanders

Preußen lösen nach 4:0-Sieg das Achtelfinalticket

Mit einer guten Leistung, vor allem im ersten Durchgang, zog der SC Preußen am Mittwochabend ins Achtelfinale des Krombacher Westfalenpokals ein. 4:0 stand es am Ende vor 862 Zuschauern gegen den Oberligisten FC Brünninghausen. In der nächsten Runde wartet dann der Sieger der Partie SV Rödinghausen gegen Westfalia Rhynern, die am 12. September ausgetragen wird.

Keine großen Experimernte in der Aufstellung, so lautete die Devise von Preußencoach Marco Antwerpen, der weitestgehend auf Stammkräfte der letzten Wochen setzte. “Es machte nicht viel Sinn, etwas auszuprobieren gegen einen Gegner, der uns defensiv nicht sehr fordern würde”, sagte der Coach nach der Partie. Lediglich Heinrich und Tezel waren zuletzt selten bis garnicht in der Liga am Ball. In der Viererkette verteidigten Tezel, Schweers, Scherder und Heidemann gemeinsam, Braun gab wie gegen Uerdingen den alleinigen Abräumer vor der Abwehr. Die Mittelfeldzentrale besetzten Pires Rodrigues und Klingenburg, davor sollten Rühle, Dadashov und Heinrich für die Tore sorgen.

Von Beginn an entwickelte sich eine sehr einseitige Begegnung, in der der favorisierte SCP das Tempo hochhielt und immer wieder vor dem gegnerischen Tor für Unruhe sorgte. “Wir haben uns den Gegner etwas zurechtgelegt und die Räume, die sich boten, gut genutzt”, ging der Plan von Marco Antwerpen auf. Trotz guter Gelegenheiten, etwa durch Heinrich (24.), dauerte es eine gute halbe Stunde, bis der Ball zum ersten Mal im Netzt zappelte. Mit einerm schönen Doppelpass überspielten Braun und Rodrigues Pires die FCB-Abwehr und fanden in Dadashov einen dankbaren Abnehmer, der per Kopf den Führungstreffer erzielte.

Die Adlerträger agierten weiter druckvoll und dominant, etwa durch Klingenburg, der das Spielgerät an die Latte hämmerte. Danach sollte etwas außergewöhnliches im Preußenstadion geschehen: Tobi Rühle erzielte ein wunderschönes Kopfballtor und konnte es vermutlich selbst kaum glauben. Wieder gab Rodrigues Pires per Freistoß die Vorlage, die der nur 1,75 Meter große Angreifer über den Scheitel ins lange Eck platzierte. 36 Minuten waren da gespielt. Mit dem Pausenpfiff stellte Dadashov dann das Scoreboard auf 3:0, nachdem er einen Querpass von Scherder einschob.

Nach dem Seitenwechsel wirkten die Gäste aus Dortmund zunächst etwas mutiger und kamen zu zwei Halbchancen, etwas, was ihnen im ersten Duzrchgang noch nicht gelungen war. Das lag sicher auch daran, das die Hausherren angesichts der deutlichen und nie in Gefahr geratenden Führung deutlich weniger Tempo auf den Platz brachten. Nach 51 Zeigerumdrehungen kam dann Benny Schwarz zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz in der noch jungen Saison, nachdem er zuletzt immer wieder mit kleineren Verletzungen pausieren musste. Und es dauerte nur vier Minuten, bevor sich der Sechser in die Trefferliste eintragen durfte. Einen Strafstoß nach Foul an Dadashov verwandelte er lässig zum 4:0. “Die Jungs wollten unbedingt, dass ich schieße. Abgesprochen war das so nicht”, verriet der Torschütze nach dem Abpfiff.

Zwei ernstzunehmende Chancen hatte der Oberligist gegen Ende dann doch noch beizusteuern. Tekin schoss zunächst Scherder an, den zweiten Versuch setzte Nweke knapp über den Kasten von Max Schulze Niehues. Die letzten sechs Minuten absolvierten die Preußen dann noch in Unterzahl, weil Dadashov angeschlagen vom Feld ging. Das Wechselkontingent war zu diesem Zeitpunkt allerdings schon erschöpft.

Aufstellung Preußen: Schulze Niehues – Tezel, Schweers (Lanius, 46.), Scherder, Heidemann – Braun (Schwarz, 61.) – RodriguesPires, Klingenburg (Hoffmann, 56.) – Rühle, Dadashov, Heinrich

Aufstellung Brünninghausen: Alisic – Tekin, Kruse, Lötters, Sahin, Acil (Elmoueden, 44.) – Adbib (Gondrum, 46.), Dudda, Gallus – Nweke, Et (Schröder, 62.)

Tore: 1:0 Dadashov (32.) 2:0 Rühle (36.) 3:0 Dadashov (45.) 4:0 Schwarz (55.)

Gelbe Karten: / Acil

Zuschauer: 862

Schiedsrichter: Philip Holzenkämpfer

//////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////